„Zukunftswerkstatt 4.0“: Innovationsschaufenster, Testlabor und Schulungszentrum

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) will ihr Engagement in Sachen Aus- und Weiterbildung ausweiten und hat sich dafür renomierte Partner gefunden: Gemeinsam mit dem Institut für Automobilwirtschaft (IfA) und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) hat sie im Juli das Forschungsprojekt „Zukunftswerkstatt 4.0“ an den Start gebracht. Zur Umsetzung des Geschäftsbetriebs gründeten die drei Partner die „Betreibergesellschaft Zukunftswerkstatt 4.0 mbH“.

Asugangspunkt für das Projekt war der von der Landesregierung initiierte „Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“. Dieser gab den Anstoß dafür, dass nun auf rund 450 Quadratmetern die „Zukunftswerkstatt 4.0“ in Esslingen bei Stuttgart entsteht. Entlang der Customer Journeys im Sales und Aftersales sollen sich Unternehmen des Kfz-Gewerbes über innovative Technologien informieren und diese zugleich praxisnah erproben können.

Zusätzlich stehen Seminarräume für vielfältige Nutzungskonzepte zur Verfügung. Technologie- und Systemanbieter oder Start-ups werden zudem ihre spezifischen Lösungen in der Zukunftswerkstatt 4.0 präsentieren. Selbstverständlich sind auch etablierte Automobilzulieferer und -hersteller mit an Bord. Fertigstellung und Eröffnung der Zukunftswerkstatt 4.0 sind für Januar 2021 geplant.

Eigene Betreibergesellschaft

Ab 2021 übernimmt dann die „Betreibergesellschaft Zukunftswerkstatt 4.0“, die sich aus DAT, IfA und HfWU rekrutiert, den Geschäftsbetrieb. „Die Gesellschafterkonstellation ist ein Glücksfall für die Ausgründung des an die HfWU vergebenen Forschungsprojektes“, so HfWU-Rektor Prof. Dr. Andreas Frey.

Jens Nietzschmann, Sprecher der Geschäftsführung der DAT, bezieht sich insbesondere auf die Notwendigkeit einer solchen Plattform zur Unterstützung des Kfz-Gewerbes und ergänzt: Wir haben unsere Kunden bei der systemgestützten Optimierung ihrer Prozesse bereits unterstützt, bevor die Begrifflichkeit ‚Digitalisierung‘ in aller Munde war. Und auch als neutrale Dateninstanz der automobilen Wirtschaft, die wir seit langer Zeit auch sind, drängt sich ein Engagement wie dieses geradewegs auf. Als DAT werden wir nicht nur unsere Branchenexpertise einbringen, sondern auch die Rolle des Multiplikators und Bindeglieds bezüglich der Branche übernehmen“.

IfA-Chef Prof. Dr. Stefan Reindl freut sich über den gelungenen Brückenschlag zwischen Forschung, Lehre und Branchenpraxis: „Um mit der hohen Transformationsgeschwindigkeit Schritt zu halten, sind gerade unternehmensübergreifende Ansätze und Plattformen wie die Zukunftswerkstatt 4.0 erforderlich.“ Die Zukunftswerkstatt nehme deswegen die Rolle eines Innovationsschaufensters, Schulungszentrums sowie eines Testlabors für das gesamte Kfz-Gewerbe ein.
In der Zukunftswerkstatt 4.0 soll im Idealfall Theorie mit praxistauglichen Lösungsansätzen verschmelzen. Zahlreiche Institutionen und Unternehmen unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen, aber auch branchenaffine Anbieter haben neben etablierten Automobilherstellern und -zulieferern bereits ihr Engagement zugesagt. Dr. Benedikt Maier, Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt 4.0, berichtet: „Die angebotenen Nutzungskonzepte reichen von unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsprogrammen über Produkttrainings für ausgewählte Anwendungsfälle bis hin zur Nutzung als Testlabor oder als Veranstaltungsplattform.“ Weitere Partner seien willkommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.zukunftswerkstatt-kfz.de

Das Bild zeigt (v. li.) die beiden DAT-Geschäftsführer Helmut Eifert und Jens Nietzschmann, Prof. Stefan Reindl und Dr. Benedikt Maier (beide IfA) sowie Prof. Andreas Frey (HfWU).

(Bild: DAT)

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