Tinder für Ausbildungsplätze

Auch schlechte Nachrichten können noch ein positives Element beinhalten. So zum Beispiel die überwiegend negativen Erfahrungen, die deutsche Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Monaten mit dem Homeschooling gemacht haben. Die angenehme Folge für Ausbildungsbetriebe: Jeder dritte Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren erwägt, die Schule eher als geplant zu beenden und stattdessen eine Lehrstelle anzutreten. Das hat eine Umfrage der nach eigenen Angaben größten deutschen Schüler-Community Scoolio herausgefunden.

Damit könnten dem Ausbildungsmarkt im kommenden Herbst unverhofft zusätzliche Bewerber zur Verfügung stehen. Allerdings werden sich allein damit auch nicht sämtliche Lehrstellen besetzen lassen. Es gilt, die jungen Menschen in ihrer Lebenswelt abzuholen und für eine Ausbildung im eigenen Betrieb zu begeistern.

Scoolio-Gründer Danny Roller hat festgestellt: „Viele Unternehmen und Verbände tun sich schwer damit, die Generation ,Mobile First’ zielgruppengerecht über Ausbildungsberufe und freie Lehrstellen zu informieren.” Als Lösung schlägt er ein Produkt aus seinem Hause vor. Die Schul-App Scoolio bringe ihren 1,4 Millionen angemeldeten Nutzern einen spielerischen Zugang zu den Ausbildungsberufen und ermögliche zugleich Unternehmen eine direkte Leadgenerierung für ihr Ausbildungsmarketing.

Grundlage für die direkte Leadgenerierung bildet das im November 2020 in der App eingeführte Job Game. Es ermöglicht Schülerinnen und Schülern die Berufsorientierung auf spielerische Weise: Im Rahmen von 550 individuellen Jobkarten können sich die Jugendlichen unter anderem über Ausbildungsbeginn und -dauer sowie Voraussetzungen informieren.

Die Nutzer der App können analog zur Dating-App Tinder einzelne Jobkarten intuitiv favorisieren, indem sie diese nach rechts swipen; oder verwerfen, indem sie nach links swipen. Interessiert sich ein Schüler für einen Ausbildungsberuf besonders, kann er weitere Informationen anfordern. Bislang hat das Scoolio-Team diese Informationen zusammengestellt und an die Schüler versendet.

Lead-Generierung zur Azubi-Rekrutierung

Seit Februar 2021 ist es nun bei Scoolio registrierten Betrieben möglich, selbständig mit den zukünftigen Azubis zu interagieren. „Die Schüler fordern die Informationen direkt an und die Firmen gewinnen einen konkreten Interessenten für ihren Ausbildungsplatz”, so Danny Roller. Eine solche Kombination aus Kampagnenumsetzung und Leadgenerierung zum Azubi-Recruiting sei einzigartig.

Betriebe können einen eigenen Account bei Scoolio einrichten. Dabei definieren sie mithilfe von drei Filtern Matching-Möglichkeiten mit der Zielgruppe: Geolocation (favorisiertes Einzugsgebiet), Berufsfeld (z. B. Einzelhandel) und Berufsbild (konkreter Ausbildungsberuf). Schickt der Schüler eine Informationsanfrage ab, die mit den Vorgaben des Unternehmens übereinstimmt, werden beide Parteien gematcht. Das Unternehmen erhält anschließend die Kontaktdaten, die der Schüler angegeben hat, um ihm weitere Informationen zukommen lassen zu können.

Damit auch der Datenschutz berücksichtigt wird, müssen die Schülerinnen und Schüler in der App bestätigen, dass sie Ausbildungsangebote von Unternehmen erhalten und ausschließlich dafür kontaktiert werden dürfen. Andernfalls können sie keine Informationsabfrage starten.

Das Angebot zur Leadgenerierung steht allen Unternehmen zur Verfügung, die bei Scoolio eine Anzeigenkampagne buchen. Weitere Informationen finden Sie unter business.scoolio.de. Dort sind neben Erklärvideos auch die Kontaktmöglichkeiten aufgeführt, über die Sie Zugangsdaten erhalten können.

(Bild: Scoolio)

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