Koßmann: Politik muss Ausbildung mehr unterstützen

Kompetente Fachkräfte sind für eine erfolgreiche Zukunft entscheidend. Mit diversen Projekten macht sich die Kfz-Innung Bremen für die Qualifizierung von Nachwuchskräften stark. Nun fordert sie auch vom Stadtstaat mehr Engagement für die Ausbildung. „Es brennt!“, sagte Obermeister Hans-Werner Koßmann auf der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Bremen. Der Senat müsse endlich mehr Geld in schulische und überbetriebliche Ausbildung investieren.

Koßmann appellierte an die Politiker, sich an die bereits gemachten Zusagen zu halten und regelmäßig in die überbetriebliche Ausbildung zu investieren. Den Senat drängt er zu einem Politikwechsel: Der Fokus dürfe nicht nur auf die akademische Bildung gerichtet werden, „neben den Universitäten muss auch das Handwerk stärker von der Politik gehört werden.“ Denn die Ansprüche an die Nachwuchskräfte im Handwerk haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Fahrerassistenzsysteme finden beispielsweise Eingang in die Automobile. Um sie entsprechend zu warten und zu reparieren, müssen die Fachkräfte sehr gut ausgebildet sein.

Doch für eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe muss man zunächst qualifizierte Jugendliche finden. Dies bereitet den Bremer Kfz-Betrieben immer größere Probleme. „Viele Bewerbungen erfüllen kaum noch die Anforderungen, die an angehende Fachkräfte im Kfz-Gewerbe gestellt werden“, machte Koßmann deutlich. Umso wichtiger sei eine gute Ausbildung. Denn nur so könnten die Defizite, die die Jugendlichen aus den allgemeinbildenden Schulen mitbringen, ausgeglichen werden.

Um den jungen Männern und Frauen die Ausbildung zu erleichtern, setzt die Innung auf digitale Angebote: So führt die Kfz-Innung Bremen für alle Ausbildungsbetriebe zum 1. August 2019 den digitalen »autoFACHMANN« in Verbindung mit dem digitalen Berichtsheft ein. Das bietet mehrere Vorteile: Auszubildende können mit den digitalen Kursen ihr Wissen verbessern und der Prüfungsausschuss hat einen schnellen und einfachen Zugang zum Berichtsheft.

(Foto: Zietz)

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