Hochvolt-Klasse in Gera geplant

Die Elektrifizierung der Fahrzeuge schreitet voran. Zwar spielen rein elektrische Fahrzeuge beim Verkauf noch eine untergeordnete Rolle, doch die Wachstumszahlen sind groß. Im Umgang mit den E-Fahrzeugen ist qualifiziertes Personal wichtig. Damit auch künftig genügend Fachpersonal zur Verfügung steht, will die Kfz-Innung Ostthüringen eine Hochvolt-Klasse an der Berufsschule Gera einrichten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Innung einen solchen den Versuch startet. Diesmal geht sie jedoch einen neuen Weg. „Vertreter der Schule sprechen die Autohäuser und Werkstätten gezielt an, deren Auszubildende gute Leistungen im Bereich Elektrik und Elektronik erbringen“, erläutert der Geschäftsführer der Kfz-Innung Ostthüringen, Stefan Haase. Zudem werbe die Innung bei ihren Mitgliedsbetrieben für die Fachrichtung System- und Hochvolttechnik und informiere über die Möglichkeiten, die Lehrverträge bis zum Ablauf des zweiten Lehrjahres umzuschreiben.

Erste zarte Erfolge zeichnen sich ab. Ein Azubi hat bereits die Fachrichtung Hochvolttechnik in seinem Lehrvertrag festgeschrieben. Er ist damit der einzige auszubildende Kfz-Mechatroniker des zweiten Lehrjahres in ganz Thüringen, der die Fachrichtung Hochvolttechnik anstrebt.

Bislang werden die Auszubildenden im Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik in ganz Thüringen am Standort Leipzig – also in Sachsen – unterrichtet. „Weite Wege zur Berufsschule senken aber erfahrungsgemäß die Bereitschaft der Azubis, diese Berufe zu lernen“, erläutert Haase. Dem will die Kfz-Innung entgegenwirken.

(Foto: Zietz)

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