Hessen: Erste elektronische Gesellenprüfung

Dem Landesverband des Kfz-Gewerbes ist die hessenweit erste elektronische Gesellenprüfung geglückt. Diese neue Form der Abfrage gilt als zeitgemäß und ökonomisch: „Nach Abschluss der Prüfung sehen wir auf Knopfdruck die Ergebnisse“, erläutert Thorsten Krämer, Vorstand für Berufsbildung beim Kfz-Landesverband Hessen. Er freut sich: „Die elektronische Auswertung reduziert nicht nur wesentlich den Aufwand für Korrekturen durch die Prüfer, sie ist auch objektiv und damit gerecht für alle Prüfungsteilnehmer.“

Auf den Schwierigkeitsgrad habe die neue Form keine Auswirkung, stellt Vorstand Krämer klar: „Die neuen Prüfungsaufgaben bestehen keineswegs nur aus einfachen Multiple-Choice-Fragen, sondern zum Beispiel auch aus Bildzuordnungs-, Lückentext-, Gruppierungs-, Bilddiagnose- sowie Kprimfragen“, sagt Verbandsgeschäftsführer Joachim Kuhn, „zudem werden themenbezogene Blöcke, bestehend aus Kundenauftrag und drei Teilaufgaben gebildet, sodass auch handlungsorientierte Fragen entstehen.“

Prüfung lief an jedem Standort auf einem speziellen Server

Damit alles einwandfrei funktionieren konnte, waren vorab unter anderem Hygieneregeln auszuarbeiten und technische Voraussetzungen zu schaffen. Die vom hessischen Aufgabenerstellungsausschuss gemeinsam mit der ZDK-Aufgabenbank entwickelte Prüfung lief an jedem Standort auf einem speziellen Server, der wiederum über ein internes und damit sicheres WLAN-Netz mit den Prüflingen bereitgestellten Notebooks kommunizierte. „Die Prüfung kann somit völlig unabhängig von regional verfügbaren Computern und Internetanschlüssen abgenommen werden“, erklärt Krämer.

Die neue Prüfungsform hatte der Kfz-Landesverband Hessen 2019 in den vier Innungen Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Gelnhausen erfolgreich getestet. Deshalb hatte sich die Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, die elektronische Prüfung möglichst schon 2020 auf alle Innungen auszudehnen.

(Bild: Kfz-Gewerbe Hessen)

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