Fachklasse für HV-Technik gestartet

In Thüringen gewinnt die Ausbildung zum Hochvoltspezialisten weiter an Attraktivität. Die Kfz-Innung Ostthüringen und die Staatliche Berufsbildende Schule (SBBS) Technik haben zum Lehrjahreswechsel 2018/2019 eine eigene Landesfachklasse für angehende Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt „System- und Hochvolttechnik“ eingerichtet. Die erste Landesfachklasse in Gera startete mit 20 Auszubildenden.

Die Schule ist gut aufgestellt, um den Jugendlichen die neue Technologie zu vermitteln. Dies gilt nicht nur für den Fahrzeugbestand mit diversen Elektroautos, der auf der Höhe der Zeit ist. Sondern jeder Auszubildende hat auch einen eigenen Laptop. „Mit unserer Ausstattung sind wir auf diesen zukunftsträchtigen Beruf ausgerichtet“, sagte Schulleiter Reiner Hädrich.

Die Aussichten für die angehenden Hochvolt- und Systemspezialisten sind jedenfalls gut. Davon ist Stefan Haase, Geschäftsführer der Kfz-Innung Ostthüringen, überzeugt. „Eine Jobgarantie kann ich diesen Auszubildenden jetzt schon geben!“ Denn Haase ist sich sicher, dass die Technologie in Zukunft eine deutlich größere Rolle in der Branche spielen wird. Nun müssen die Jugendlichen das Angebot noch nutzen. Deshalb machte die Innung mit einer Werbeaktion landesweit auf diese zukunftsträchtige Spezialisierungsrichtung aufmerksam und warb bei den Betrieben dafür, die Lehrverträge bei interessierten Azubis mit dem Wechsel in das dritte Lehrjahr umzuschreiben.

In der Vergangenheit waren die Ausbildungszahlen für System- und Hochvolttechnik immer weiter gesunken. Zuletzt wurde nur noch ein Vertrag für ganz Thüringen registriert. Als Grund gelten die weiten Wege zur Berufsschule. Thüringer Azubis mussten in die Nachbarländer zur Schule pendeln, wenn sie System- und Hochvolttechnik als Schwerpunkt für den Mechatroniker im Vertrag stehen hatten.

(Foto: BFC)

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