Erweiterungsbau für die Landesfachschule Hessen

Nach 13 Monaten Bauzeit hat die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Hessen ihren Erweiterungsbau eröffnet. Vier Werkstätten und darüber zwei Parkdecks sind auf dem Gelände an der Heerstraße im Frankfurter Stadtteil Praunheim zusätzlich entstanden.

Betrieben wird die Schule von der Innung Frankfurt-Main-Taunus. Obermeister Thomas Holler ist stolz auf den Neubau und sein Team: Der Zeitrahmen passt und der Kostenrahmen wurde eingehalten. Rund 3,5 Millionen Euro hat die Innung aus eigenen Mitteln aufgebracht. „Wir haben 20 Jahre darauf gespart!“, erklärt Holler.

Jede der vier neuen Werkstätten hat rund 250 Quadratmeter Fläche und verfügt über drei Hebebühnen. Deren Anzahl ist dabei nicht zufällig gewählt. Die Frankfurter planen ihre Lehrgänge mit einer Gruppenstärke von maximal 12 Teilnehmern. Jeder Lehrgangsleiter hat somit den perfekten Überblick – und jeder Teilnehmer den perfekten Blick aufs Schulungsobjekt.

Geschult wird direkt am Fahrzeug, auch die theoretischen Lerninhalte werden jeweils in der Werkstatt vermittelt. Seit 1964 beschäftigen sich die Frankfurter mit der Gesellen- und Meisterausbildung. Bis zum heutigen Tag wurden 62.000 Gesellen und 12.000 Meister ausgebildet.

Internationales Engagement

Eine der vier Werkstätten ist dauerhaft für internationale Kurse reserviert. Inzwischen haben junge Meister aus fast allen Erdteilen in der Landesfachschule ihre Qualifikation erworben, berichtete ZDK-Präsident Jürgen Karpinski, der bis 2014 Obermeister der Frankfurter Innung war. Das Engagement soll weiter ausgebaut werden. Bereits seit vielen Jahren haben die Frankfurter gute Kontakte nach Israel und bilden junge Palestinenser und Israelis in Frankfurt aus.

Zur Eröffnung war auch Hessens Landesvater Volker Bouffier erschienen. Dem Ministerpräsidenten gefällt vor allem das Engagement von „freien und verantwortungsbewussten Bürgern“, wie er es formulierte. „Sie haben es nicht gebaut, weil man es ihnen vorgegeben hat – sie haben die Notwendigkeit in eigener Verantwortung und mit eigenem Weitblick erkannt.“

Dem Fachkräftemangel könne man nur mit attraktiver Ausbildung begegnen, unterstrich Bouffier die Notwendigkeit der Fachschulerweiterung. Künftig müsse die duale Ausbildung der universitären gleichgestellt sein.

(Foto: Zietz)

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