Deutsche Lack- und Karosserie-Profis wollen zur „Body & Paint WM“

Im deutschen Body-&-Paint-Wettbewerb auf der Automechanika Frankfurt treten am 14. September Lack- und Karosserie-Profis gegeneinander an, um mit ihrer Arbeit eine Fachjury zu überzeugen und ins große Finale der internationalen „Automechanika Body & Paint Weltmeisterschaft“ einzuziehen. Drei Finalisten, die sich in Birmingham, Johannesburg und Shanghai durchgesetzt hatten, sind bereits sicher dabei.

Die Wettbewerbsaufgabe besteht darin, eine Motorhaube mit einem landestypischen Motiv, zu gestalten, wobei das Hauptaugenmerk auf technischer Perfektion und kreativem Design liegt. Gesponsert wird der deutsche Wettbewerb von den Firmen Akzonobel, Axalta, BASF, Carbon und Sata. Diese Unterstützer schicken ihre Teilnehmer in den nationalen Wettbewerb.

Günter Blümel aus Wien und Diego Del Nilo aus München treten für Akzonobel an. Der 54-jährige Blümel, Geschäftsführer der Autospenglerei Blümel GmbH in Wien, ist ein großer Fan von Effektlackierungen, die er mit farbintensiven und kreativen Motiven verwirklicht. Zum Motiv erklärt er: „Für die Gestaltung der Wettbewerbs-Motorhaube habe ich schon eine Idee im Kopf, ich will Deutschland und Österreich sowie Frankfurt und Wien miteinander verbinden, auch die beiden Länderfahnen werden eine Rolle spielen.“

Suche nach kreativen Herausforderungen

Seit über 20 Jahren ist das Airbrushen Diego Del Nilos Leidenschaft, jetzt geht der Lackierermeister aus München beim Automechanika-Wettbewerb an den Start. „Eine gewisse Besessenheit gehört für mich zu meinem Job dazu. Deshalb suche ich auch gerne nach kreativen Herausforderungen – das ist auch der Grund warum ich beim Body & Paint-Wettbewerb teilnehme.“

Axalta ist mit seinen drei Reparaturlackmarken Standox, Spies Hecker und Cromax ebenfalls Wettbewerbssponsor. Die Marke Standox schickt Lackiermeister Alexander Hagemann aus Rottenburg am Neckar sowie Andreas Kräßner aus Schwelm ins Rennen. Hagemann hat sich vorgenommen, „16 unterschiedliche Lackiertechniken und Lackeffekte einsetzen – eine für jedes deutsche Bundesland.“ Kräßner schwebt ein Motiv vor, das die große Ingenieurs- und Automobiltradition in Deutschland thematisieren soll.

Mit Laura und David Walther nimmt auch ein Ehepaar am Body & Paint-Contest teil. Die beiden Lackierermeister treten für Spies Hecker an, schließlich verwenden sie auch bei ihrem Arbeitgeber, der Autolackiererei Lohs in Limbach-Oberfrohna in Sachsen, Produkte dieser Marke.

Sata schickt die 19-jährige Fahrzeuglackiererin Josephine Ellwein aus Vaihingen an der Enz ins Rennen. Für sie steht der Spaß an neuen Herausforderungen sowie ihre Begeisterung für die Lackierkunst im Vordergrund. Die Motorhaube, die sie mittels Lasuren, Folien-Technik, Lackierung und Airbrush veredelt, wird ein Motiv zeigen, das von der Stadt Frankfurt mit seinen Innovationen und Denkmälern und seiner Lage als Zentrum von Deutschland und Europa inspiriert ist.

Spannender Blick über den Tellerrand

Nick Habich, Leiter der Werkstatt und des Lack-&-Design-Centers HM Habich und Miller ist Kandidat von BASF. „Für mich geht es um das Mitmachen, dabei zu sein und zu sehen was andere Künstler oder Lackierer auch international machen – das finde ich sehr spannend“, erklärt er. Das Motiv hat der gelernte Modell- und Formenbauer aus Mammendorf bei München schon fertig im Kopf: „Ich habe mich für Bayern entschieden und habe die Motorhaube im Rautenmuster der bayerischen Fahne lackiert. Komplettiert wird das Design durch vier historische Gebäude, ebenfalls aus Bayern.“

Das internationale Finale findet dann am 16 September an ebenfalls auf der der Automechanika Frankfurt Digital Plus 2021 statt. Die Preise werden überreicht vom Ideengeber des Wettbewerbs Wolfgang Auer, Chefredakteur der Fachzeitschrift fml, und Michael Rehm, Chefredakteur Lackiererblatt. Auch Publikumssieger soll es geben, die von Messebesuchern vor Ort sowie online ermittelt werden.

(Bild: Automechanika)

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