Corona-Hilfspaket: Zuschüsse für Auftragsausbildung und Prüfungsvorbereitung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die überarbeitete zweite Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit ist die Neuregelung zum 1. Mai in Kraft getreten.

Dadurch haben von der Pandemie besonders betroffene Betriebe die Möglichkeit, einen Zuschuss für externe Vorbereitungskurse ihrer Azubis zur Abschlussprüfung zu beantragen. Der Bund übernimmt dann 50 Prozent der Kosten, höchstens jedoch 500 Euro pro Azubi. Voraussetzung ist, dass der Betrieb den anderen Teil der Kosten übernimmt und nicht den Auszubildenden in Rechnung stellt.

Zudem wurden die Voraussetzungen für die Förderung der sogenannten Auftrags- und Verbundausbildung vereinfacht und ausgeweitet. Bei einer Auftragsausbildung werden einzelne Teile einer Ausbildung außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebes durchgeführt. In einer Verbundausbildung bilden Betriebe gemeinsam mit anderen Unternehmen oder Bildungsträgern Auszubildende aus. Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildungen sowie der Zuschuss für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse können bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) beantragt werden.

Die Förderrichtlinie ist ein Teil des Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Dieses beinhaltet unter anderem auch Prämien für Betriebe, die trotz Corona ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder sogar gesteigert haben.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek lobt das Programm als gutes Hilfsmittel, damit „jeder junge Mensch in diesen aktuell schwierigen Zeiten eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen und vor allem auch erfolgreich abschließen kann.“ Die Förderungen seien wichtige Eckpfeiler, „damit wir auch im Ausbildungsjahr 2021/22 unseren Ausbildungsmarkt stabil halten können und für jede Auszubildende und jeden Auszubildenden eine klare Perspektive schaffen.“ Hierfür investiere ihr Ministerium in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 126 Millionen Euro.

(Bild: gemeinfrei)

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