Azubis zeigen #echteautoliebe

Eine Ausbildung im Kfz-Gewerbe bietet beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Doch sie kann darüber hinaus auch jede Menge Spaß machen – vor allem, wenn man sein Hobby zum Beruf macht. Der ZDK hat im Rahmen der Kampagne #wasmitautos Azubis gesucht, auf die genau das zutrifft: Junge Leute, die nicht nur Dienst nach Vorschrift schieben, sondern „echte Autoliebe“ beweisen.

Für die Aktion #echteautoliebe holte sich der Verband prominente Unterstützung an Bord. Die TV-Moderatorin Lina van de Mars („Mein neuer Alter“ auf RTL2) rief Azubis aus der Kfz-Branche dazu auf, ein Bild oder Video von sich und ihrem geliebten Auto zu posten.

Der Wettbewerb startete am 11. September auf der Automechanika in Frankfurt und lief knapp einen Monat. Um sich zu bewerben, sollten die Azubis einen Beitrag über sich und ihr geliebtes Auto auf Social Media mit den Hashtags #wasmitautos und #echteautoliebe teilen und sagen, was an ihrem Auto so besonders ist und welchen Wunsch sie für das Auto haben.

Viele Bilder und Videos gingen ein, am Ende wählte eine Jury um Lina van de Mars die drei Besten aus. Sie erhielten in ihrem Ausbildungsbetrieb Besuch von der Moderatorin. Und Lina hatte nicht nur ein Kamerateam mit dabei, sondern auch jeweils 1.000 Euro zur Erfüllung eines Wunsches rund um das geliebte Auto. Videos von ihren Besuchen sind auf der Website www.wasmitautos.com zu sehen.

Erst der Golf, dann der Bus

Erster Gewinner war der 19-jährige Klaus Dippner aus Bayern. Er ist Kfz-Mechatroniker bei Autohaus Leinfelder in Wemding und hatte sich mit einem selbstgedrehten Video beworben. Seine Einstellung: „An den Autos muss immer alles original bleiben!“ Die setzte er bei seinem ersten Projekt, einem Golf I, in die Tat um. Diesen hat er ausschließlich mit Originalteilen restauriert. Nun läuft sein zweites Projekt: ein VW-T2-Bus, an dem noch viel zu machen ist.

Da kommt die finanzielle Unterstützung, die Lina van de Mars mitbrachte, natürlich gerade recht. Darüber hinaus stellte schon der Besuch an sich ein echtes Highlight dar. Der Bürgermeister war ebenso ins Autohaus gekommen wie ein Vertreter des Herstellers. Selbstverständlich war auch sein gesamter Ausbildungsbetrieb auf den Beinen, und die Vorgesetzten lobten ihre Nachwuchskraft in den höchsten Tönen. Der Azubi sehe seinen Beruf nicht als „lästige Arbeit“, sondern zeige, dass er seine Arbeit als Hobby betrachtet und sehr gerne dort arbeitet und an Autos schraubt.

Frauenpower in der Werkstatt

Der nächste Gewinnerbesuch führte Lina van de Mars nach Eschwege. Hier absolviert Vanessa Noll ihre Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin. Die Auszubildende im vierten Lehrjahr hatte sich mit einem Foto auf Instagram beworben. Auch sie sagt von sich, sie habe mit ihrer Ausbildung ihr Hobby zum Beruf machen können: „Ich bin mit meiner Familie schon als Baby sozusagen immer am Auto gewesen. Seitdem hab ich viele Wochenenden in der Garage verbracht, es ist immer ein super Ausgleich.“

Als Lina die Nachwuchs-Mechatronikerin in ihrem Ausbildungsbetrieb – dem Autohaus Stöber – besuchte, waren sich die beiden gleich einig, dass mehr Mädchen in Kfz-Werkstätten arbeiten sollten. Danach nahm Lina van der Mars den Wagen von Vanessa, ein Audi Coupé B4 von 1993, gründlich unter die Lupe. Dabei stellte sie fest, dass an diesem Fahrzeug noch viel zu tun ist. Offensichtlich hatte der Vorbesitzer wenig #echteautoliebe bewiesen – Vanessa dafür nun umso mehr!

Oldtimerfreunde unter sich