Automechanika: Schulungen für Nutzfahrzeug-Profis

Die Automechanika feiert in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Davon profitieren auch Mitarbeiter von Nutzfahrzeugwerkstätten. Denn an den Messetagen (11. bis 15. September) können sie erstmals an einem täglich durchgeführten Weiterbildungs-Workshop teilnehmen.

Darin geht es um Service, Diagnose und Reparatur von den inzwischen zahlreich vorhandenen elektronischen Systemen. Radar- oder kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme wie Abstandsregeltempomat, Spurhalteassistent oder Notbremsassistent sorgen schließlich nur für mehr Sicherheit, wenn sie zuverlässig funktionieren. Instandsetzungen von Unfallschäden, größere Fahrwerksreparaturen oder auch der Austausch der Windschutzscheibe erfordern deshalb meist eine anschließende Prüfung und Justierung von Radar- und Kamerasensoren. Das setzt neben speziellen Prüfgeräten auch eine fachliche Qualifikation des Werkstattpersonals voraus.

Theorie und Praxis

Um Fachbesuchern aus dem Nutzfahrzeugservice den richtigen Umgang mit Fahrerassistenzsystemen in der Werkstatt zu vermitteln, veranstaltet die Automechanika Frankfurt in diesem Jahr einen Workshop „Radar- und kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme in der Werkstattpraxis“.

Ausbilder und Nutzfahrzeug-Spezialisten der Fahrzeugakademie Schweinfurt und des Handwerkskammer-Bildungszentrums Münster vermitteln den Teilnehmern einen fundierten Überblick über die Funktionen und Komponenten solcher Systeme. Der Theorie schließt sich ein ausgiebiger Praxisteil an, in dem die Teilnehmer das Kalibrieren und Justieren der Sensoren und Kameras an einem Fahrzeug erlernen können. Nach erfolgreichem Abschluss der Schulung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

Der Workshop findet täglich von 10 bis 12 Uhr auf dem Freigelände F11 statt und richtet sich an Nfz-Mechaniker, Nfz-Elektriker und Nfz-Mechatroniker sowie Serviceberater, Sachverständige und Berufsschullehrer. Anmeldungen sind ab Ende Mai möglich.

Erstmals findet im Rahmen der Automechanika Frankfurt auch das Symposium „Trends im Nutzfahrzeug-Service“ statt. Die Veranstaltung setzt laut der Messe Frankfurt den Fokus zum einen auf die Herausforderungen, die sich für Servicebetriebe durch die Elektromobilität und die Digitalisierung im Nutzfahrzeug ergeben, zum anderen aber auch auf die Chancen, die sich auftun durch die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge und die kontinuierliche Kommunikation zwischen Fahrzeug und Service-Dienstleister.

E-Mobilität im Nutzfahrzeug

Ein Themenschwerpunkt sind deshalb elektrische Antriebe im Nutzfahrzeug. Diese durchdringen zwar erst langsam den Nutzfahrzeugmarkt, Werkstätten sollten sich trotzdem auf diesen Trend einstellen. Sonst haben sie zumindest mittelfristig das Nachsehen. Das Symposium zeigt auf, welche Anforderungen diese Technik an eine Nutzfahrzeug-Werkstatt stellt – von qualifiziertem Personal über geeignete Ladeinfrastruktur im Servicebetrieb bis zu den richtigen Werkzeugen.

Darüber hinaus lernen die Teilnehmer erste Anwendungen von sogenannten „Predictive Services“. Diese können für eine höhere Kundenbindung, effizientere Bahnauslastung sowie für höhere Planbarkeit von Werkstattaufenthalten sorgen.

Nicht zuletzt stellen digitale Anwendungen für die Dialogannahme und deren Nutzen für den Servicebetrieb einen Mittelpunkt des Symposiums dar. Im Anschluss an die Veranstaltung können Teilnehmer an einem geführten Rundgang zu Ständen wichtiger Aussteller aus dem Bereich Nutzfahrzeuge teilnehmen.

Dem durch das steigende Transportaufkommen in Europa wachsenden Wartungs- und Reparaturbedarf von Nutzfahrzeugen trägt die Automechanika Frankfurt bereits seit 2012 Rechnung und versieht Produkte und Lösungen aus dem Nutzfahrzeugbereich mit einer deutlich sichtbaren Kennzeichnung. Auch in diesem Jahr sollen wieder mehr als 1.000 Aussteller mit „Truck Competence“ auf der Automechanika vertreten sein.

(Foto: Jens Liebchen/Messe Frankfurt)

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